05.11.2018

Indivumed eröffnet US-Zentrale in Frederick, MD

Freitag, 2. November 2018. Mit einem Symposium „Personalized Medicine Depends on Tissue Quality“ und einer Eröffnungszeremonie in Anwesenheit von Benjamin Wu, Marylands stellvertretendem Handelsminister, Jan Gardner, Fredericks County Executive und Mitgliedern des County Council sowie 120 internationalen Gästen wurde die neue US-Zentrale offiziell eröffnet.

Auf dem Symposium wurde von drei führenden Pathologen die Bedeutung der Gewebequalität für eine personalisierte Krebsmedizin hervorgehoben und Indivumed‘s besonderes Vorgehen zur Qualitätssicherung als essentieller Bestandteil der zukünftigen Onkologie angesehen.

Prof. Dr. Carolyn Compton, School of Life Sciences and Biodesign Institute, Arizona State University, hob hervor, dass die größte Herausforderung für die Krebsforschung die fehlende Reproduzierbarkeit wissenschaftlicher Daten ist. Ein Hauptgrund hierfür sei die meist fehlende Berücksichtigung einer hohen und einheitlichen Gewebequalität.

Prof. Dr. David Hicks, Surgical Pathology Department, University of Rochester Medical Center, NY, zeigte Daten, die belegen, dass selbst etablierte Routine Diagnostik , wie die PR und HER-2 Bestimmung bei Brustkrebs häufig zu falsch-negativen Ergebnissen führt, wenn eine Gewebefixierung nicht schnell nach der chirurgischen Tumorentfernung durchgeführt wird. Damit hat bereits für heutige Diagnostik die Gewebegewinnung und -qualität einen hohen Einfluss für eine erfolgreiche personalisierte Krebstherapie.

Dr. Jim Crawford, Senior Vice President and Executive Director of Laboratory Services, Northwell Health, NY, gab einen Überblick, wie Gewebequalität für eine personalisierte Medizin erreicht und geprüft werden kann und sollte - und dies sowohl für Forschungszwecke als auch in der klinischen Patientenversorgung.

Prof. Dr. John Marshall, Director of the Ruesch Center for the Cure of GI-cancers and Clinical Oncology, Georgetown University Hospital in Washington DC, fasste die Bedeutung einer akkuraten Tumorgewebeanalyse für eine erfolgreiche Therapie zusammen. Die Komplexität der individuellen Tumorerkrankung und die Herausforderung eine optimale Therapie auszuwählen, verlange exakte und umfassende Daten, die über die genetische Analytik hinausgehen und Spezialisten, die die komplexen Datensätze auswerten können.

Zum Abschluss erläuterte Prof. Dr. Hartmut Juhl, Gründer und CEO von Indivumed, „IndivuType“, eine einzigartige, globale Krebsdatenbank für die Forschung und Patientenversorgung. IndivuType basiert auf multiomics Daten, die aus hochstandardisiert und in höchster Qualität gewonnenen Gewebeproben erhoben werden. Die Proben stammen sowohl aus archivierten Biobankproben als auch aktuellen Patienten, die direkt von Daten und deren Analytik mit Hilfe der Bioinformatik und künstlicher Intelligenz, profitieren können.

Ca. 120 Gäste nahmen an dem Symposium in Frederick teil und mehr als 2.700 Zuschauer verfolgten weltweit die spannenden Vorträge über einen livestream.

 

Im Rahmen der feierlichen Eröffnungszeremonie erläuterte Fernando Andreu, CBO der Indivumed Gruppe und CEO der US-Tochter Indivumed Inc., die Bedeutung der ca. 600 m² Fläche für Indivumeds Wachstum. Die Räume werden einerseits als zentrales Lager für US-Proben und Daten andererseits für Foschungszwecke genutzt, insbesondere zur Prozessierung und Vermessung von Proben für die Krebsdatenbank „IndivuType“. Benjamin Wu begrüßte Indivumed in Maryland, und unterstrich, dass die Ansiedlung internationaler Firmen ein besonderes Anliegen des Gouverneurs von Maryland sei. Jan Gardner freute sich besonders mit Indivumed ein weiteres Biotechunternehmen in Frederick zu haben, wo neben dem NCI mehr als 80 Biotechfirmen eine exzellente Life-Science Umgebung bilden.

Mit dem Durchschneiden des roten Bandes von Hartmut Juhl und Fernando Andreu wurde das Gebäude offiziell eröffnet und mit initial 12 Mitarbeitern kann sofort aufgenommen werden.